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Kategorie:
Ortenaukreis, Kreistag, Kreisrat (114-1)
Stichworte: Kreistag, Quelle: keine Angabe Ausgabe vom: 28.10.1999 Seite: 21 |

Abruptes Ende der Ära Gailer
Kein Sitz im Kreistag
Offenburg
(amg). »Ich habe es geahnt«, kommentierte Alfred Gailer das Ergebnis der Kreistagswahl. Die 78-Jährige wird dem Gremium nicht mehr angehören. Seine 2196 Stimmen reichten nicht, zumal sich parallel zu den Verlusten der FDP die Zahl der Offenburger Sitze im Kreistag um einen reduzierte. Weil Gailer bereits auf eine Kandidatur für den Gemeinderat verzichtet hatte, endet mit dieser Wahl wohl seine politisch aktive Zeit. Das Votum der Wähler besitzt einen tragischen Aspekt. Denn die Offenburger, die Gailer 1953 das erste Mal in den Kreistag gehievt hatten, gaben dem FDP-Mann stets das Vertrauen, wenn er für ein Gremium kandidierte. Nur diesmal, beim Anlauf zur Amtszeit, die seine letzte hätte werden sollen, reichte es nicht. Politische Weggefährten reagierten gestern mit Bedauern auf das Aus für den streitbaren Liberalen. Gailer, der lieber mit dem Florett als mit dem Säbel ficht, sei »der große alte Mann der FDP«, so sein langjähriger Fraktionskollege Joachim Heil. Gailers wichtiges Anliegen sei der Ausbau des ehemals städtischen Krankenhauses zum großen Klinikum gewesen, so der frühere Landrat Gerhard Gamber. Sein Nachfolger Günter Fehringer würdigte Gailer als herausragende Persönlichkeit der Kommunalpolitik. »Es ist nicht bitter«, sagte Gailer, zumal er erst auf Bitten der Partei noch einmal für den Kreistag kandidiert habe. Der Kommunalpolitik werde er treu bleiben - nur mit mehr Distanz und Gelassenheit.
Offenburg
(amg). »Ich habe es geahnt«, kommentierte Alfred Gailer das Ergebnis der Kreistagswahl. Die 78-Jährige wird dem Gremium nicht mehr angehören. Seine 2196 Stimmen reichten nicht, zumal sich parallel zu den Verlusten der FDP die Zahl der Offenburger Sitze im Kreistag um einen reduzierte. Weil Gailer bereits auf eine Kandidatur für den Gemeinderat verzichtet hatte, endet mit dieser Wahl wohl seine politisch aktive Zeit. Das Votum der Wähler besitzt einen tragischen Aspekt. Denn die Offenburger, die Gailer 1953 das erste Mal in den Kreistag gehievt hatten, gaben dem FDP-Mann stets das Vertrauen, wenn er für ein Gremium kandidierte. Nur diesmal, beim Anlauf zur Amtszeit, die seine letzte hätte werden sollen, reichte es nicht. Politische Weggefährten reagierten gestern mit Bedauern auf das Aus für den streitbaren Liberalen. Gailer, der lieber mit dem Florett als mit dem Säbel ficht, sei »der große alte Mann der FDP«, so sein langjähriger Fraktionskollege Joachim Heil. Gailers wichtiges Anliegen sei der Ausbau des ehemals städtischen Krankenhauses zum großen Klinikum gewesen, so der frühere Landrat Gerhard Gamber. Sein Nachfolger Günter Fehringer würdigte Gailer als herausragende Persönlichkeit der Kommunalpolitik. »Es ist nicht bitter«, sagte Gailer, zumal er erst auf Bitten der Partei noch einmal für den Kreistag kandidiert habe. Der Kommunalpolitik werde er treu bleiben - nur mit mehr Distanz und Gelassenheit.



